Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad erklärt

Warum eine hohe Autarkie nicht dasselbe ist wie ein hoher Eigenverbrauch und was ein Speicher daran ändert.

Die Eigenverbrauchsquote schaut von der Anlage aus: Welcher Anteil des erzeugten Solarstroms wird vor Ort genutzt? Der Autarkiegrad schaut vom Verbrauch aus: Welcher Anteil des Stromverbrauchs wird mit eigenem Solarstrom gedeckt?

Ein Beispiel

Eine Anlage erzeugt 9.000 kWh im Jahr, der Haushalt verbraucht 4.500 kWh. Davon kommen 2.700 kWh direkt oder über den Speicher aus der eigenen Anlage. Die Eigenverbrauchsquote liegt dann bei 30 % (2.700 von 9.000), der Autarkiegrad bei 60 % (2.700 von 4.500).

Je größer die Anlage im Verhältnis zum Verbrauch, desto höher der Autarkiegrad und desto niedriger die Eigenverbrauchsquote. Beide Zahlen können also nicht gleichzeitig maximal sein.

Was ein Speicher bewirkt

Ein Speicher verschiebt Solarstrom vom Mittag in den Abend. Beide Kennzahlen steigen. Ohne Speicher deckt ein Haushalt typischerweise etwa ein Viertel bis ein Drittel seines Verbrauchs selbst, mit gut dimensioniertem Speicher deutlich mehr. Die HTW Berlin zeigt diese Zusammenhänge in ihrem Unabhängigkeitsrechner.

Im Winter bleibt auch ein großer Speicher oft leer, weil kaum Überschuss entsteht. Deshalb steigt die Autarkie mit wachsender Speichergröße immer langsamer. Wir rechnen Speicher deshalb nach Verbrauch und Anlagengröße und nicht nach dem größten verfügbaren Modell.

Warum das Geld wert ist

Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom zu Ihrem Arbeitspreis, 2026 bei Haushalten im Schnitt 37,0 ct. Jede eingespeiste Kilowattstunde bringt bei neuen Anlagen bis 10 kWp 7,70 ct. Ein höherer Eigenverbrauch verbessert also die Wirtschaftlichkeit, solange die Zusatzkosten dafür nicht höher sind.

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Schicken Sie uns ein paar Eckdaten, Fotos oder das Ergebnis eines Rechners. Wir melden uns mit Rückfragen und dem nächsten Schritt.

WhatsAppAnrufenBeratung anfragen