Batteriespeicher und Energiemanagement
Ein Speicher wird nach Verbrauch, Ladebedarf, Netzanschluss und Ziel ausgelegt. Das Energiemanagement steuert Photovoltaik, Speicher, Verbraucher und Ladepunkte gemeinsam.

Wofür ein Speicher da ist
Im Haushalt geht es meist um den Abend. Im Betrieb übernimmt ein Speicher oft mehrere Aufgaben gleichzeitig.
Eigenverbrauch erhöhen
Solarstrom vom Mittag in Abend und Nacht verschieben.
Lastspitzen begrenzen
Kurze Spitzen aus dem Speicher decken und so den Leistungspreis senken.
Ladepunkte versorgen
Mehr Ladeleistung bereitstellen, als der Netzanschluss allein hergibt.
Netzanschluss entlasten
Grenzen für Bezug und Einspeisung einhalten, ohne die Anlage abzuregeln.
Negative Preise abfangen
Solarstrom in Stunden ohne Einspeisevergütung speichern.
Ersatzstrom
Ausgewählte Verbraucher bei einem Netzausfall weiter versorgen, wenn das System dafür ausgelegt ist.
Wie die Teile zusammenspielen
Das Energiemanagement misst am Netzanschluss und regelt die übrigen Geräte nach einer festen Strategie. Die legen wir mit Ihnen fest: Was hat Vorrang, wenn Solarstrom knapp ist? Wie viel Reserve braucht der Betrieb?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| kWp | Spitzenleistung der Solarmodule unter Normbedingungen |
| kW | Leistung, etwa eines Wechselrichters, Speichers oder Ladepunkts |
| kWh | Energiemenge, etwa die Speicherkapazität |
| Eigenverbrauchsquote | Anteil des Solarstroms, der vor Ort genutzt wird |
| Autarkiegrad | Anteil des Verbrauchs, der aus eigenem Solarstrom kommt |
Wie wir Speicher auslegen
Haushalt
Etwa 0,7 bis 1,2 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, höchstens etwa 1,5 kWh je kWp. Das zeigt der Haus-PV-Rechner.
Betrieb
Grundlage ist der Lastgang in 15-Minuten-Werten. Daraus ergeben sich Solarüberschuss, Abendlast, Spitzen und die nötige Leistung. Der Gewerbe-Rechner gibt eine erste Größenordnung.
Laden
Wenn Ladeleistung und Gleichzeitigkeit den freien Netzanschluss übersteigen, fehlt Leistung. Der Parkplatz-Rechner zeigt, wie groß diese Lücke ist.
Ob ein Speicher mit einem bestimmten Wechselrichter zusammenarbeitet, legt die Kompatibilitätsliste des Herstellers fest. Das prüfen wir bei jeder Kombination. Speicher von BYD, Huawei, GoodWe, Pylontech, Sunwoda, SolarEdge und WHES finden Sie im Equipment-Katalog
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen kW und kWh beim Speicher?
Die Kapazität in kWh sagt, wie viel Energie der Speicher aufnehmen kann. Die Leistung in kW sagt, wie schnell er laden oder entladen kann. Für das Kappen von Lastspitzen zählt vor allem die Leistung, für die Versorgung in der Nacht vor allem die Kapazität.
Was macht ein Energiemanagementsystem?
Es entscheidet, wohin Solarstrom fließt: in den Verbrauch, in den Speicher, in Ladepunkte oder ins Netz. Es kann Ladeleistung begrenzen, wenn der Netzanschluss knapp wird, und den Speicher so steuern, dass Lastspitzen einen Grenzwert nicht überschreiten.
Ab wann lohnt es sich, Lastspitzen zu kappen?
Wenn Ihr Netzentgelt einen Leistungspreis enthält und Ihre Jahreshöchstlast durch kurze Spitzen entsteht. Ob das so ist, zeigt der Lastgang. Erst damit lässt sich sagen, wie viel Speicherleistung welche Ersparnis bringt.
Kann der Speicher bei Stromausfall weiterversorgen?
Nur wenn System und Installation dafür ausgelegt sind. Ersatzstrom braucht passende Wechselrichter, eine Umschalteinrichtung und eine Festlegung, welche Verbraucher versorgt werden. Wir planen das, wenn Sie es brauchen.
